Petition gegen Bluttest auf Trisomie 21

Seit kurzem ist in Deutschland, wie auch in diversen anderen europäischen Ländern, ein vorgeburtlicher Bluttest auf Trisomie 21, das Downsyndrom zugelassen. Damit lässt sich feststellen, ob das ungeborene Kind mit dieser Behinderung auf die Welt kommen wird.  Bisher musste für diese Feststellung eine Untersuchung des Fruchtwassers gemacht werden, die nicht ganz ungefährlich für das ungeborene Baby war. Eine Blutabnahme bei der Mutter hingegen ist für das Ungeborene  völlig ungefährlich. Sehr viele Eltern entscheiden sich für einen Abbruch der Schwangerschaft, wenn sie erfahren, dass ihr Kind das Down-Syndrom haben würde. Es wird also vor der Geburt aussortiert!

Weitere Gedanken dazu stehen auch weiter unten in diesem Blog unter der Überschrift „Aussortiert? Aktion T4 der Nazis damals, Präimplantationsdiagnostik und Trisomie21-Bluttest heute“

Das Projekt Ohrenkuss hat jetzt eine E-Petition auf den Weg gebracht, die noch bis zum 15.Oktober 2012 unterzeichnet werden kann. Mit der Petition soll erreicht werden, dass sich der Bundestag noch einmal mit dem Thema Bluttest auf Trisomie 21 beschäftigt und ihn möglichst wieder verbietet. Zur Petition geht es unter dem folgenden Link: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_09/_04/Petition_35635.html
Wer übrigens glaubt, dass es richtig ist, schon vor der Geburt zu entscheiden, dass ein Mensch mit Downsyndrom gar nicht erst geboren werden sollte, dem empfehle ich dringend die Seite ohrenkuss.de . Hierbei handelt es sich um eine Zeitung, die von Menschen mit Downsyndrom erstellt wird.

 

Ich möchte hier am Schluss noch ein paar Verse aus dem Lied „Future“ von Leonard Cohen anfügen. Es ist von irgendwann Anfang der 1990er-Jahre:

Destroy another fetus now
We don’t like children anyhow
I’ve seen the future, baby:
it is murder

Krach-Mach-Tach 2012

Am 15. September werden wieder Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam durch die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins Kiel ziehen und dabei ganz sicher nicht zu überhören sein: es ist nämlich wieder Krach-Mach-Tach! Mit selbstgebauten Krach-Mach-Geräten findet ein lauter Umzug zum Landeshaus statt, der um 11.00 Uhr auf dem Rathausplatz startet.

Krach-Mach-Geräte sollen von Gruppen behinderter und nicht behinderter Menschen gemeinsam gebaut werden. Erlaubt ist dabei fast alles, nur elektrische Verstäker, Motoren und Feuerwerkskörper dürfen nicht benutzt werden. Aber es gibt ja so viel anderes, was so richtig schön laut ist!

Weitere Informationen zum Krach-Mach-Tach gibt es auf der Internetseite

krachmachtach.de