Helden und andere, die anders sind

Sind sie nicht alle ein wenig anders –  besonders –  ungewöhnlich? Ich meine unsere Helden, die mit denen wir uns in Geschichten, Märchen und Filmen am liebsten identifizieren, ebenso wie die Menschen mit Behinderung, die unter den Menschen mit Behinderung wiederum hervorstechen. Das Anderssein lässt sie auffallen unter den vielen, die einer bestimmten Gruppe von Menschen angehören. Jugendliche versuchen möglichst anders zu sein als ihre Eltern, sie kleiden sich anders, hören andere Musik und sind grundsätzlich immer erstmal gegen alles. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum erwachsen werden.

Will nicht jeder eine Persönlichkeit sein, einmalig, etwas Besonderes? Genau das ist doch jeder Mensch. Darum gibt es Liebe und Ablehnung. Man kann nicht alles und jeden mögen. Und doch oder gerade deshalb sind wir immer auf der Suche nach dem, was einen Menschen von den anderen unterscheidet, was ihn einzigartig macht. Natürlich kann anders als die anderen sein auch Angst machen. Da war beispielsweise mal ein ausgesprochen gut aussehender junger Mann, der mir sehr gut gefiel. Meine Freundin meinte nur: Das ist so einer, den du nie für dich alleine haben würdest.

Gerade in Geschichten für Kinder wird das Anderssein oft besonders überzogen dargestellt. Da wären beispielsweise Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf, unerzogen, merkwürdig gekleidet, mit außergewöhnlichen Haustieren oder Michel aus Lönneberga, der ständig Unfug macht und dafür in den Holzschuppen gesperrt wird. Oder Erich Kästners Emil in Emil und die Detektive. Emil ist ein Streber und Muttersöhnchen und doch wird er in der Geschichte zum Helden, den wir mögen. Das Sams und Pumukl fallen allein schon wegen ihrer roten Haare auf.

Die Kommissare in unseren Lieblingskrimis haben oft ihre Eigenarten, die sie uns menschlicher machen. Und James Bond hat nicht nur zahlreiche ungewöhnliche Fähigkeiten sondern auch noch eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Frauen.

Anderssein gefällt uns also. Und doch wollen immer alle „normal“ sein. Dabei gibt es das überhaupt nicht. Und das ist gut so!

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Ein Kommentar zu “Helden und andere, die anders sind

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