Endet Inklusion beim Einkaufen?

Ich habe mich ja bereits in vorangegangenen Artikeln mit den Einkaufswagen für Rollifahrer beschäftigt und bleibe natürlich weiter an dem Thema dran. An den Suchbegriffen, die Leser auf mein Blog führen, kann ich auch sehen, dass dieses Thema durchaus eine große Zahl an Interessenten hat. Darüber hinaus wird recht viel nach Einkaufswagen mit Lupe gesucht. Also liebe Hersteller von allem, was wir so kaufen sollen:  Druckt die Zutatenlisten in größerer Schrift!

Nun wieder zu den Rollieinkaufswagen: Ich habe Lidl, Aldi, Netto (gelb) und IKEA noch einmal eine E-Mail geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

nun sind bereits fast zwei Monate ins Land gegangen, dass ich Ihnen eine E-Mail geschrieben habe mit der Anregung, Einkaufswagen für Rollstuhlfahrer in Ihren Geschäften zur Verfügung zu stellen. Leider habe ich bisher keine Antwort von Ihnen erhalten, ob mit einer Umsetzung dieser Idee zu rechnen ist. Natürlich machen behinderte Menschen  nur einen geringen Anteil an Ihrer Kundschaft aus. Sicher machen Sie sich Gedanken darüber, ob es überhaupt wirtschaftlich wäre, solche Einkaufswagen anzuschaffen. Aber auch der Anteil der Kunden, die einen Wagen mit Platz für einen Babysitz  brauchen, ist relativ gering. Und die Dinger findet man immer mehr, was sehr zu loben ist. Einkaufswagen für Rollstuhlfahrer sind nicht nur eine große Hilfe für die Unabhängigkeit und Selbständigkeit, sie geben auch ein positives Signal an die übrige Kundschaft: Hier hat jemand mitgedacht; jeder ist hier als Kunde willkommen; der Laden hat ein soziales Gesicht…, um nur einige Aspekte zu nennen.

Ich freue mich darauf, bald von Ihnen eine (hoffentlich positive) Reaktion zu erhalten.

Im Übrigen beschäftige ich mich auch in meinem Blog: inklusionjetzt.wordpress.com  unter anderem mit dem Thema und berichte darüber, ob und wie die einzelnen Handelsunternehmen, die ich angeschrieben habe, reagieren.

 Auch den Text dieser E-Mail und die Tatsache, dass sich bisher nichts gerührt hat, werde ich dort einstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Bornheimer

Ich warte mal ab, wie es jetzt weiter geht. In meinem Edeka-Markt vor Ort weiß ich auch noch nicht, wie es weiter geht, werde da aber beim nächsten Einkauf noch einmal nachfragen. Auch das Hamburger Drogeriemarkt-Unternehmen Budni hatte ich zwischenzeitlich angeschrieben. Auch von dort erhielt ich lediglich die Mitteilung, dass meine konstruktive Anregung an die zuständige Abteilung weitergeleitet worden sei. Das ist aber noch nicht ganz so lange her wie bei den anderen.

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